Rückblick 2022 und Ausblick 2023

Rückblick 2022 und Ausblick 2023

Mike Horne, Leiter Marketing & Vertrieb

Wie ist es gelaufen? Im Gespräch mit Mike Horne, Leiter Vertrieb & Marketing

Regensburg 06. Dezember 2022 – Wir haben uns mit dem Leiter Vertrieb & Marketing über die Herausforderungen des zurückliegenden Jahres und die Ziele des kommenden unterhalten.

Herr Horne, wie ist das Jahr 2022 aus Sicht Ihres Vertriebes gelaufen?

Das Jahr 2022 war natürlich sehr geprägt durch die Corona Krise und den Ukraine Krieg. Der Krieg in Europa hat erstmalig unsere Kunden direkt getroffen und auch zu einer spürbaren Investitionszurückhaltung geführt. Es wurden mehrere geplante Projekte verschoben und zwei Interessenten haben aufgrund der Gaskrise den Wechsel auf unser System verschoben. Trotz dieser sehr unerfreulichen Gemengelage konnten wir unser Wachstum dennoch fortsetzen und haben 5 neue Kunden unter Vertrag genommen.

Zudem ist die Nachfrage nach unseren Prozessdienstleistungen deutlich gestiegen. Viele Werke leiden immer stärker unter Personalmangel und bitten uns bei der Bearbeitung Ihrer Prozesse um Unterstützung.

Was ist mit den Themen, die uns die Bundesregierung und die BnetzA aufgegeben hat, wie sind Sie damit umgegangen?

Wir haben alle Themen von der Mehrwertsteuersenkung bis zur Gaspreisbremse unseren Kunden zur Verfügung gestellt. Es ist teilweise aufgrund der kurzfristigen und unklaren Festlegungen ein echter Husarenritt diese Vorgaben fristgerecht in der Software umzusetzen. Leider müssen wir durch diese oft unplanbaren Anpassungen unsere Entwicklungs-Roadmap immer wieder neu ausrichten und anpassen.

Sie leiten auch das Produktmanagement. – Welche Themen stehen für 2023 im Fokus?

Die Energiekrise wird uns weiter begleiten und die Gas- und Strompreisbremse Stufe 2 wird uns im ersten Quartal beschäftigen. Ein weiteres „Muss“-Thema wird die Umstellung zum 01.10. auf AS4 in der Marktkommunikation sein. Das wird eine echte Herausforderung für den Markt werden. Wir rechnen damit, dass der größte Teil der Werke, die unsere Marktkommunikation heute noch On Premise betreiben, in 2023 auf unsere Cloud-Lösung wechseln werden.

In diesem Jahr sind erstmalig auch weitere Unternehmen zur Unternehmensgruppe hinzugekommen. Welchen Plan verfolgen Sie damit?

Wir haben bereits in 2021 angekündigt, dass wir das Wachstum unserer Unternehmensgruppe auch anorganisch durch Zukäufe beschleunigen wollen. Unsere Strategie zielt darauf ab, durch Zukäufe sinnvolle Ergänzungen unseres Produktportfolios zu ermöglichen. Wir konnten in diesem Jahr einen Anbieter von Portallösungen und einen Anbieter für eine Assetmanagement Lösung akquirieren. Beide Unternehmen sind spezialisiert auf die Energiewirtschaft und bereits im Markt etabliert. Der Bereich der Portallösungen, wie auch professionelle Assetmanagement Lösungen werden durch die aktuellen Marktentwicklungen noch stärker in den Fokus rücken. Wir werden im nächsten Jahr diese Erweiterungen unseres Portfolios aktiv kommunizieren.

Zum Schluss Herr Horne – Sie haben für 2023 ihre neue Softwaregeneration WinEV®2023 angekündigt. Was können wir uns darunter vorstellen?

Mit unserer neuen Softwaregenration setzen wir unsere Strategie der evolutionären Weiterentwicklung unserer Plattform konsequent weiter um. Für die neue Version werden unsere Kunden keine Migration durchführen müssen und die Umstellung werden wir komplett für alle Kunden per Stichtag vollziehen. Das ist nur durch unser automatisiertes Wartungsverfahren und unsere Standardisierung möglich. Die Version wird eine Zäsur in Sachen Ergonomie und Handling bedeuten. Es wird für unsere Kunde eine neue moderne Benutzeroberfläche (UX) geben und durch die weiterentwickelte Architektur werden wir Dritt-Applikationen direkt in das Interface einbauen.

Wir sind mit WinEV®2023 voll in unserem Zeitplan und konnten die neue Lösung bereits unseren Kunden auf unserer Anwendertagung vorstellen. Auf der Eworld im Mai können sich gerne alle Interessierten die Lösung live auf unserem Stand in Essen anschauen.

Jahresverbrauchsabrechnung 2021

Jahresverbrauchsabrechnung 2021

Rechenzentrum nach BSI Standards

Wie ist es gelaufen? Im Gespräch mit Walter Seitz, Leiter IT Services

Regensburg 02. Februar 2022 – Wir haben uns mit dem Leiter IT Services über die Herausforderungen der Jahresverbrauchsabrechnungen der Kunden im Rechenzentrum unterhalten.

Walter, wie ist die Jahresverbrauchsabrechnung 2021 aus deiner Sicht bei den Kunden des Rechenzentrums gelaufen?

Wir haben dieses Jahr vor allem positive Meldungen von Kunden erhalten. Einer unserer Kunden bedankte sich dafür, dass die Laufzeit der JVA weniger als 50% der Zeit im Vergleich zum letzten Jahr benötigte.

Welche Änderungen gab es zu den Vorjahren?

Wir haben uns in den letzten Jahren intensiv mit externen Spezialisten und unserer Entwicklungsabteilung auseinandergesetzt. Das Ziel war klar: Wir wollten die Performance von WinEV® im Rechenzentrum verbessern.

Als Folge davon tauschten wir in den letzten 3 Jahren fast unsere komplette Hardware im Rechenzentrum aus.

Den Anfang haben wir mit unseren Speichersystemen gemacht. Hier wurden rotierende Platten durch ein Allflash-SAN ersetzt. Dadurch können wir jetzt jedem Terminalserver ca. 20.000 IOPS zur Verfügung stellen. Das ist eine Steigerung um den Faktor 10.

Danach wurde die Speicheranbindung von iSCSI auf Fibre Channel umgestellt.

Und den dritten Schritt haben wir 2021 vollzogen. Hier wurden die alten Server mit 2,6 GHz durch neue Server mit Intel® Xeon® Gold Prozessoren und einer Taktrate von 3,6 GHz ersetzt.

Ferner haben wir neue Qualitätsstandards für die Zukunft definiert.

Was bedeuten diese Qualitätsstandards?

Wir überprüfen regelmäßig die IOPS und Taktraten, die einem Terminalserver zur Verfügung stehen. Wenn die Grenzwerte unterschritten werden, dann rüsten wir nach.

Welche Änderungen stehen zukünftig an?

Für das aktuelle Jahr haben wir folgende Projekte geplant:

  1. Im Q1 wird ein zusätzliches Allflash-Storage angebunden. Dieses steht überwiegend für RevA-Projekte zur Verfügung. Ferner wird im Q1 ein neuer Virenscanner implementiert.
  2. Im Q3 wird voraussichtlich ein weiterer Server eingebaut. Dies hängt jedoch von den Lieferzeiten ab.
  3. Für das Q4 möchten wir die Firewall ersetzen. Es handelt sich um ein spezielles Modell mit einem Co-Prozessor für VPN-Verbindungen. Wir wollen nicht nur auf dem aktuellen Stand sein, sondern auch unseren Datendurchsatz verbessern.

Hatte Log4J einen Einfluss auf die Prozesse? Wenn ja, welche und wie wurden diese gemeistert?

Die größten Herausforderungen hatten einige wenige unserer Kunden zu bewerkstelligen, da wir zwischen Weihnachten und Neujahr ungeplante Serverwechsel durchführen mussten.

Unabhängig von Log4J stehen Sicherheitsthemen dieses Jahr weit oben auf unserer Prioritätenliste. Dazu gehört auch unser neuer Virenscanner. Dieser prüft nicht nur die Programme, sondern überwacht auch deren Prozesse und Aufrufparameter, da über diese mit einem Systemprogramm großer Schaden angerichtet werden kann. Diese Funktionalität wird von Seiten des BSI empfohlen.

Der Funke soll überspringen

Der Funke soll überspringen

Neue Mitarbeiter 2021 und Planung 2022

Regensburg 02. Februar 2022 – Auch 2021 haben wir unseren Weg des stetigen Wachstums fortgesetzt und werden dies auch 2022 weiterverfolgen. Wir sehen hierzu keine Alternative. Denn erstens nimmt die Anzahl aber auch die Komplexität von neuen oder auch weiter zu entwickelnden Modulen permanent zu (insofern werden wir unseren Softwareentwicklungsbereich erweitern) und zweitens planen wir eine Organisationsanpassung, die stärker auf Produktmanagement ausgerichtet ist und deshalb neue Stellen erfordert, die zu besetzen sind.

Ferner planen wir eine Serviceeinheit zu etablieren, die sich ausschließlich um den Kundenservice kümmert, um sicherzustellen, dass Unterstützung suchenden Kunden weiterhin schnell und zuverlässig geholfen werden kann.

Dieses personelle Wachstum unserer Firma sichert uns überdies zusätzliche Möglichkeiten, nämlich einerseits den Markt noch intensiver zu sondieren und attraktive Technologien und Partner zu finden. Andererseits diese neuen Leistungsangebote möglichst schnell und effizient in unsere bestehende Softwarelösung zu integrieren.

Eine besondere Herausforderung stellt dabei die Rekrutierung und das Heranführen von neuen Kolleginnen und Kollegen an ihre jeweiligen Aufgaben dar. Da praktisch keine ausgebildeten EnergiewirtschaflterInnen am Markt verfügbar sind, suchen wir überwiegend nach Quereinsteigern mit Potenzial, die wir dann versuchen schnell mit den Besonderheiten der Aufgaben vertraut zu machen.

Dem sogenannten Onboarding kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Unser Ziel ist es, mit einem persönlichen Paten sowie zahlreichen Seminaren zu energiewirtschaftlichen Themen, neue MitarbeiterInnen schnell »hochzufahren« und diese gleichzeitig von uns als attraktivem Arbeitgeber zu überzeugen. Damit das gut funktioniert, mussten wir entsprechende organisatorische Anpassungen vornehmen und unsere erfahrenen MitarbeiterInnen stärker auch für dieses Thema in die Pflicht nehmen.

Auch der Prozess zum Anwerben neuer MitarbeiterInnen hat sich stark verändert. Heute »funken« wir praktisch auf allen Kanälen, um auf uns aufmerksam zu machen und die vakanten Stellen, bestmöglich zu besetzen.

Wir schalten regionale Radiospots, inserieren auf allen gängigen Social Media Plattformen, suchen uns spezialisierte Plattformen für besondere Positionen, z. B. Softwareentwickler und belegen auch immer mal wieder die klassische Printanzeige mit Stellenanzeigen.

Durch diese breite Maßnahmenpalette konnten wir im vergangenen Jahr mehr als 20 neue MitarbeiterInnen integrieren und werden in diesem Jahr vermutlich ähnlich viele neue KollegInnen begrüßen.