Gebündeltes Know-how für die Energiebranche: eins+null und iS Software kooperieren

Gebündeltes Know-how für die Energiebranche: eins+null und iS Software kooperieren

WinEV®2023 - Die neue Software Generation

Die zwei Regensburger Software-Profis eins+null und iS Software kooperieren.

Das 2009 von Lukas Ebner und Michael Zuber gegründete Unternehmen eins+null ist ein hochspezialisierter Software-Dienstleister und hat mit „Joules“ die einzige ganzheitliche Software für Vertriebs- und Marketingprozesse in der Energiewirtschaft entwickelt.

iS Software bietet seit über 25 Jahren mit WinEV® eine Komplettlösungen für die Energie- und Wasserwirtschaft mit dem Schwerpunkt Abrechnung, EDM und Marktkommunikation an.

eins+null-Gründer Lukas Ebner: „Mit der Kooperation von eins+null und iS Software bekommen Energieversorger jetzt alles aus einer Hand – eine integrierte Gesamtlösung aus unserer Vertriebsplattform „Joules“ und dem Abrechnungssystem von iS Software.“ Dominik Flubacher, Head of Sales bei eins+null ergänzt: „Mit unserem abgestimmten Gesamtpaket können wir kleineren Stadtwerken eine hochautomatisierte End-to-End Lösung mit einem Minimalcustomizing liefern.“ Die beiden Unternehmen präsentierten sich zum ersten Mal gemeinsam auf der diesjährigen E-World in Essen am Stand der iS Software.

iS Software präsentiert neue Software Generation WinEV®2023

iS Software präsentiert neue Software Generation WinEV®2023

WinEV®2023 - Die neue Software Generation

Die iS Software GmbH stellt ihre neue intuitive Systemlösung WinEV®2023 auf der E-world 2022 erstmalig der breiten Öffentlichkeit vor. Neu ist nicht nur die bedienungsfreundliche Oberfläche im modernen Design, interessante Applikationen und Services wurden integriert und werden ebenfalls in Essen präsentiert.

Besonderes Augenmerk hat iS Software bei der neuen WinEV® Generation auf die Bedienungsfreundlichkeit, das User Interface (UI), gelegt. Kachelsteuerelemente, Favoriten, erweiterte Datenfilter, ähnlich wie in Excel, sind einige der erweiterten Features. Darüber hinaus wird zukünftig beispielsweise das BI-System für Ad-hoc Auswertungen in der Applikation voll integriert sein und es muss nicht mehr separat der Browser geöffnet werden.

„Wir arbeiten seit einiger Zeit an der neuen Version und sind sehr stolz, jetzt den Vorhang zu heben. Wir werden keine Betaversionen ausliefern – die neue Version ist im Jahr 2023 komplett mit allen Funktionen für die Praxis verfügbar. Neben den Vorteilen der neuen UI wird es auch einen Leistungsgewinn für unsere Kunden geben“, verspricht Mike Horne, Prokurist der iS Software GmbH. Mit der neuen Produktgeneration werden zusätzliche Möglichkeiten wie die Unterstützung weiterer Datenbanken, neben Oracle auch MS SQL Server und PostgreSQL, ergänzt.

Chatbot und Vertriebsportal voll integriert

Die integrationsfreundliche Architektur ermöglicht Drittsysteme einfach einzugliedern und das Lösungsportfolio mit Partnern komfortabel zu erweitern. Auf der E-world wird die iS Software ebenfalls ihre integrierte Chatbot-Lösung und das neue
Enterprise-Vertriebsportal vorstellen. „Durch unseren API-zentrierten Ansatz können wir sehr schnell weitere
Applikationen und Services integrieren. Die Basis dafür ist unsere RESTful Architektur und unabhängige Services“ ergänzt
Marcus Eiglsperger, CTO der iS Software GmbH.

Das Unternehmen will mit der neuen Lösung auch zukünftig seine Position als Qualitätsführer im Bereich Abrechnungssysteme für kleine und mittelständische EVUs in Deutschland behaupten und seinen Kundenkreis kontinuierlich weiter ausbauen.

Neue Anforderungen an kleinere Energieversorger

Neue Anforderungen an kleinere Energieversorger

Neue Anforderungen an kleinere Energieversorger

Mitten in der Übergangs-Lösung

Februar 10, 2022 | Presse

 

Können kleinere Versorger in Zukunft noch am Markt bestehen?
Oder bedeuten die Vorgaben von Redispatch 2.0 über die
Smart-Meter-Gateway-Administration bis hin zur Marktkommunikation (MaKo) 2022 das Aus für das lokale Stadtwerk? Auf der Jubiläumsveranstaltung der iS Software GmbH
aus Regensburg wurden diese Themen intensiv diskutiert.

Dirk Weiße, Geschäftsfüh­rer der iS Software, ist der Überzeugung, dass neben preiswerten Ener­gieangeboten (Lieferan­ten) nach wie vor die Versorgungssicherheit im Netz bei den EVU über allem steht: ,,Deutschland nahm und nimmt weltweit eine Spitzenstellung in dieser Disziplin ein. Aber dieses hohe Niveau zu halten, ist durch die mittler­weile unzähligen fluktuierenden Einspeiseanlagen eine hohe technologische Herausforderung geworden.“

Seit 1. Oktober 2021 gelten die neuen gesetzlichen Vorgaben für die Bewirt­schaftung von Netzengpässen. Mit dem ID Redispatch 2.0 sollen neue Prozesse den Informations- und Datenaustausch, den Bilanzkreisausgleich sowie die Abrech­nung optimieren. Im Kern ginge es ja, so Weiße, um die prädiktive, ereignisorien­tierte Abschaltung von Erzeugungsanla­gen zur Sicherstellung der Spannungshal­tung im Netz. Von diesen Vorgaben sind häufig kleinste Werke mit oft nur einigen wenigen Anlagen genauso betroffen, wie große überregionale Netzbetreiber.

Weiße betont: ,,Neben der Regelung der Anlagen sind auch zahlreiche kauf­männische Aspekte zu berücksichtigen, die wir in unserem System vollständig abbilden. Dabei konzentrieren wir uns in unserem Kernsystem auf die Aufgaben Energieabrechnung, Bilanzierung der Energiemengen sowie Berechnung der Ausfallarbeit. Bereits diese sind ja komplexe Umsetzungsthemen.“

Ohne passende IT-Lösung geht es nicht

Um auch den kleinen Stadtwerken und E-Werken eine umfassende Komplettlösung anbieten zu können, hat das Unternehmen seine Software mit den Modulen für Prognose und Netzzu­standsanalyse der spezialisierten Partner Enercast und Venios ergänzt. Dabei stelle man auch eine Schnittstelle zur zentralen Datensammelstelle „Connect+“ zur Verfü­gung. ,,Dazu haben wir einerseits unsere Module ‚EEG-Abrechnung‘ wie auch un­ser integriertes EDM ertüchtigt“, erläutert Weiße, ,,und andererseits Lösungen für Kunden im Angebot, die ihr EDM-System außerhalb der WinEV-Welt betreiben.“ Auf diese Weise biete man den Kunden eine komfortable, stabile, umfassende und marktgerechte Lösung an.

Die Umsetzung im Markt läuft jedoch mehr als holprig und der BDEW hat eine branchenweite Übergangslösung für den gesicherten Einstieg in den Redis­patch 2.0 veröffentlicht, die ab März bis Ende Mai 2022 läuft. ,,An dem Beispiel kann man recht gut erkennen, dass das Veränderungstempo und die oft zu kur­zen Umsetzungsfristen mittlerweile alle Marktakteure an die Grenze Ihrer Leis­tungsfähigkeit bringen“, betont Weiße. Um die Herausforderungen in den Ver­teilnetzen zu bewältigen sind neben der Umsetzung der Vorgaben des Redis­patch 2.0 weitere Maßnahmen zur Digi­talisierung im Netz in den nächsten Jah­ren erforderlich.

Und auch das Thema Klimaschutz sei als große Überschrift in keiner anderen Branche so unmittelbar spürbar, sagt Wei­ße. Die Klimaziele und die Dekarbonisie­rung würden zwangsläufig ein neues Marktdesign mit weiteren Herausforde­rungen mit sich bringen. Kleinere Verteil­netzbetreiber müssten modernste Techno­logien wie Künstliche Intelligenz, Internet of Things und auch LoRaWAN einsetzen, um Schritt zu halten.

Energievertriebe vor großen Herausforderungen

Neben dem starken Wettbewerb und den Risiken in der Energiebeschaffung sorgt auch im Vertrieb der Regulierer mit seinen Vorgaben für Veränderungen in der Prozesslandschaft und einer Digitali­sierung des Kundenservice. Im Rahmen der Novelle des Energiewirtschaftsgeset­zes (EnWG) zur Umsetzung fairer Ver­braucherverträge gibt es beispielsweise etliche neue Anforderungen an eine Rech­nung, erweiterte Informationspflichten zu Vertragslaufzeiten, Kündigungsterminen und vieles anderes mehr.

Der Kundenservice muss zunehmend über das Internet – quasi als Customer Self Service – ausführbar sein. Ein plaka­tives Beispiel ist der „Kündigungsbutton“. Hier unterstützt das WinEV-Web-Modul. Es ist leicht integrierbar und stellt alle notwendigen Webdienste zur Verfügung. Ein anderes Tool hilft bei der Business Intelligence. ,,Denn um bei den Angeboten am Ball zu bleiben, diese also schnell anpassen zu können, müssen Energie­vertriebe ihre Kundendaten ad hoc aus­werten“, weiß Weiße.

Alle diese digitalen Themen hatte die iS Software auf der Anwendertagung 2021 auf der Agenda. Der Fachkongress fand digital aber auch als Präsenzveran­staltung (unter strengen Corona-Regeln) Anfang Oktober im „marinaforum“ in Regensburg statt. Und es gab Anlass zum Feiern: 25 Jahre iS Software. Mit dabei waren alle Kunden der ersten Stunde – zehn an der Zahl – die von der iS Soft­ware seither begleitet werden.

Quelle: www.ebwk.de

Die EVU stehen vor einem enormen Kraftakt

Die EVU stehen vor einem enormen Kraftakt

Wie können auch kleine und mittlere Energieversorgungsunternehmen (EVU) die Herausforderungen rund um Digitalisierung, Energiewende, Preissteigerung und Corona stemmen? Das Outsourcing verspricht, eine Lösung für viele Probleme unserer Zeit zu sein.

Seit vielen Jahren durchleben und durchleiden Energieversorgungs- unternehmen die verschiedenen Epochen von Utility 1.0 bis Utility 4.0 und müssen die Veränderungen hin zum digitalen Energiedienstleistungsunternehmen rund um die Energiewende stemmen. Damit verbunden sind gewaltige Erwartungen und Aufgaben, die auch die kleinen und mittleren EVU leisten müssen.

In der Dynamik der Entwicklung, um Vorgaben von Politik und (Mode-) Trends zu erfüllen, sehen sich die Marktteilnehmer teilweise auch noch mit unvorhersehbaren Themen konfrontiert. Sie könnten daher eine Phase der Entspannung gut vertragen, um zu stabilisieren und das Bestehende zu etablieren. Eine Phase zum Durchatmen ist aber nicht in Sicht. Die Branche muss sich stattdessen intensiv den K- und P-Themen widmen: Klimawandel, Komplexität, Kostenzuwachs und Krisen treffen auf Herausforderungen hinsichtlich Preise (Steigerungen), Personal (Verfügbarkeit, Qualifikation), Produkte (Vielfalt) und Prozesse – einschließlich der unterstützenden Softwarelösungen.

Neue Marktteilnehmer: Energiegenossenschaften

In Deutschland existieren rund 11 100 Gemeinden mit rund 200 000 öffentlichen Gebäuden. Gemeinden und Bürger sind aufgerufen, den Klimawandel und die Energieeffizienz aktiv voranzutreiben. Das größte Einsparpotenzial im öffentlichen Sektor liegt laut deutscher Energieagentur (Dena) in der energetischen
Sanierung und Nutzung von öffentlichen Gebäuden und Liegenschaften. Es wird erwartet, dass sich die Bürger der Verantwortung stellen und Bürger- und Energiegenossenschaften gründen werden. In Deutschland gibt es per 30. September 2019 rund 8 600 eingetragene Genossenschaften mit 22,8 Mio. Mitgliedern. Die Energiegenossenschaften, also Genossenschaften mit Energierelevanz, sind dabei noch deutlich in der Minderheit. Schon heute sind sie aber existent und Marktteilnehmer in der Energiebranche. Und ihr Anteil wird zunehmen.

Wettbewerb um Personal und Talente ist entbrannt

Qualifiziertes Personal, effektive und effiziente Prozesse sind bereits mit zunehmender Tendenz der kritische Faktor, der den Erfolg eines Energieunternehmens maßgeblich bestimmt. Die iS Software Gruppe hat dies auf ihrer Anwendertagung 2021 mit zahlreichen Kunden diskutiert und Roland Zahradnik, Geschäftsführer der iS Software, fasst zusammen: »BPO in der Energiewirtschaft steht bei uns schon länger auf der Agenda.
Unter anderem durch Corona und daraus resultierende Konsequenzen hat das Thema noch an Schärfe gewonnen.« Zahradnik ist überzeugt, dass Softwaresysteme auszutauschen oder regelmäßig an die Gegebenheiten anzupassen bei Weitem nicht mehr ausreicht, um die Wettbewerbsfähigkeit der Energieversorgungsunternehmen der Marktrollen Lieferant, Netz, Messstellenbetrieb und der Unternehmen mit energienahen
Dienstleistungen zu garantieren.

Ressourcen müssen sowohl unter wirtschaftlichen als auch unter Verfügbarkeitsaspekten
eingesetzt werden. Das heißt mit anderen Worten: Die Energieversorgungsunternehmen
sollten sich auf ihre relevanten Aufgaben konzentrieren. In der Vergangenheit wurden
Dienstleister zur Unterstützung beauftragt – teilweise für Aufgaben, die sehr innovativ und neu waren, für den Ausgleich von Spitzen oder auch einfach als verlängerte Werkbank. Die Steuerung erfolgte über Servicelevelvereinbarungen oder vergleichbare Steuerungs- und
Qualitätssicherungsmechanismen. Zahradnik: »Für die Zukunft reicht das nicht mehr.« Zusätzlich zu den »eher rationalen Steuerungsmechanismen« würden weiche Faktoren zunehmend wettbewerbsentscheidend, so Zahradnik.

Noch vor wenigen Jahren konnte man sich ergebnisoffen über Sinn und Vorteile von Prozessunterstützung (BPO) Gedanken machen. Heute ist das eher fahrlässig. Ganze Teams (in kritischen Aufgabengebieten) fallen wegen Corona aus, neue Themen des Marktes und der Bundesnetzagentur müssen bedient werden, kompetente und hochqualifizierte Mitarbeiter (die Babyboomer) gehen in den Ruhestand, der Personalmarkt liefert kein qualifiziertes Personal in ausreichender Zahl und so weiter. Wie also können bestehende Ressourcen (auch Personal) anders (effizienter, effektiver)
eingesetzt werden?

Braucht jedes EVU eine BPO-Strategie?

Unabhängig von der Unternehmensgröße waren und bleiben die (Prozess-)Kosten und die Risikoabwägung die relevanten Kriterien für eine BPOEntscheidung, erläutert Zahradnik. In den Anfängen des BPO wurden eher kleine Aufgabenpakete aufgrund eines temporären Personalengpasses durch Krankheit oder Urlaub an externe Dienstleister vergeben. Ein Vertrauensverhältnis war nicht nötig, die Aufgabenerledigung zu wirtschaftlichen Bedingungen war entscheidend. »Mittlerweile sehen wir einen BPO-Level, der den höchsten Grad der Partnerschaft zwischen EVU und BPO-Anbieter, also eine vertrauensvolle und umfassende Integration erfordert. Es ist eine trusted BPI-Partnerschaft notwendig, also die vertrauensvolle Geschäftsprozessintegration mit gemeinsamer Zielsetzung und geteiltem Risiko.«

Diese Entwicklung zeigt sich bei allen Unternehmen in der Energiebranche, aber mit deutlichen Konsequenzen bei kleinen und mittleren Energieversorgern. Um diesem Trend zu begegnen, verstärkt die iS Software ihre BPO-Angebote: Neue Lösungen werden mit den Marktteilnehmern diskutiert und ausgearbeitet, bestehende Partnerschaften mit Prozessdienstleistern intensiviert und neue Partnerschaften eingegangen. Zahradnik: »Mittlerweile sind wir gemeinsam mit unseren BPO-Partnern und unseren Systemlösungen in der Lage, nahezu jedes betriebswirtschaftliche Thema der Branche zu bedienen.«

Wie und wo ist Outsourcing relevant

Marktrolle Lieferant/Netz
Ein BPO-Anbieter kann sämtliche Prozesse und Aufgaben eines EVU oder für den Konzessionär »im Namen der Gemeinde « übernehmen. Enthalten sind Software, Rechenzentrumsleistungen und Prozessdienstleistungen einschließlich aller damit verbundenen Services. Kosten werden planbar, die Leistungen durch Verträge abgesichert, Aufgaben und Verantwortlichkeiten eindeutig zugeordnet. Vorteil: die (Rück-)Übertragung
ist jederzeit möglich.

Spartenlösungen zusammenführen
Kombinationen wie Energie (Strom/ Gas) mit Telekommunikation oder Energie mit Immobilienwirtschaft werden diskutiert. Eine integrative Prozessbearbeitung, speziell eine einheitliche Abrechnung,
scheint vorstellbar, ist aber bisher nur selten erfolgreich im Einsatz. iS Software beispielsweise hat ein Produkt geschaffen, das auf einer organisatorischen prozessualen Grundlage steht.

BPO-Migration
Die Migration von einem auf ein anderes System ist immer mit Risiken verbunden. Trotz hohem Kostendruck verhalten sich die Verantwortlichen oft defensiv. In einem BPO-Migrationsprojekt können die Prozesse einschließlich der Systemanwendung
übernommen werden. Über die Laufzeit der Zusammenarbeit verantwortet der BPO-Partner maßgeblich die Systemumstellung, die Prozesse werden beibehalten, Kostenverbesserungen nachgewiesen. Am Ende der Zusammenarbeit ist eine Rücknahme der Prozesse unter reduzierten Kosten mit neuem System möglich.

Umfassendes BPO für Energiegenossenschaften
Neu zu gründende Energiegenossenschaften holen sich die fehlende Energieexpertise.Es gibt bereits Modelle, die von der reinen Bereitstellung der Systeme bis hin zur umfassenden White-Label- BPO-Unterstützung reichen. Darin können neben den energiewirtschaftlichen Prozessen auch sämtliche Prozesse der Mitgliederverwaltung
enthalten sein.

Auch die Chemie und das Vertrauen müssen stimmen

Beim Abschluss von BPO-Verträgen, die eine Aufgaben- und Verantwortungsteilung und damit eine Zusammenarbeit auf Prozessebene umfassen, ist es von zentraler Bedeutung, dass die Nahtstellen bei der Übergabe von Prozessschritten von einem Partner zu einem anderen eindeutig definiert und dokumentiert sind. »Nur so lassen sich Unstimmigkeiten zwischen den Vertragsparteien vermeiden. Das zeigen unsere praktischen Erfahrungen der vergangenen Jahre ganz deutlich«, betont Zahradnik und bestätigt den Trend: »Dieser Bereich ist mittlerweile zu einer nicht unerheblichen Ertragssäule der iS-Software-Gruppe
geworden.« Personen beider Parteien müssen sich auf den anderen verlassen und miteinander können. Nur so wird die Zusammenarbeit »als ein Team« wirklich
erfolgreich funktionieren.

Interview mit Geschäftsführer Dirk Weiße: Warum iS Software in der Energiebranche aktuell viele Aufträge und Neukunden gewinnt

Interview mit Geschäftsführer Dirk Weiße: Warum iS Software in der Energiebranche aktuell viele Aufträge und Neukunden gewinnt

Regensburg, den 11. Juni 2021 – Im Zeitalter der Digitalisierung haben IT-Häuser grundsätzlich gute Karten – dies gilt auch für Anbieter von Software für Energieversorgungsunternehmen. Besonders viele Auftragserfolge und Neukundengewinne konnte die in Regensburg ansässige iS Software GmbH in den vergangenen Monaten und Jahren verbuchen. „Was ist das Erfolgrezept?“ wollte energie.blog (e.b) von Geschäftsführer Dirk Weiße wissen.

Die Kunst in die Zukunft zu blicken

Die Kunst in die Zukunft zu blicken

Was Business Intelligence für Energieversorger bedeutet

Die Kunst in die Zukunft zu blicken

Dezember 17, 2020 | Presse

 

Wie kann Datenanalyse in Echtzeit erfolgen und den Unternehmen tatsächlich bei Entscheidungen, im Vertrieb und in der Strategieentwicklung helfen? Der Schlüssel ist, aus Daten Informationen zu machen und daraus neues Wissen zu erlangen. 

Die Digitalisierung der Geschäftsprozesse ist schon weit vorangekommen. Dennoch fehlt in der Praxis häufig ein umfassender Blick auf die vielen im Unternehmen vorhandenen Daten. Oft sind diese weder so dargestellt noch derart ausgewertet, dass sie zur Strategieentwicklung genutzt werden könnten. Um also die Transformation hin zu einem datengetriebenen Unternehmen erfolgreich zu bewältigen, benötigen Energieversorger
innovative Data-Analytics-Lösungen. Ein Beispiel ist das Kundenmanagement. Zahlreiche Kundendaten liegen in den Energieversorgungsunternehmen digital vor, werden aber weder mit mikrogeografischen Merkmalen verknüpft (wie Gebäudearten, Kaufkraft, Typologien), noch systematisch zur Kundenentwicklung eingesetzt. Daniel Phillipp von Cedio betont: „Was fehlt, ist die Anreicherung der vorhandenen Daten mit relevanten weiteren – auch externen – wie Geodaten und soziodemografischen Daten.“ Die Ist- Zustände aus verschiedenen Unternehmensbereichen wie Abrechnung, Forderungsmanagement oder Vertrieb werden zwar (rückwärts) analysiert, aber häufig
nicht für die Zukunft prognostiziert. Phillipp: „Durch den Einsatz mathematischer
Algorithmen und Prognosen ist es möglich, auch einen Blick in die Zukunft zu werfen.“

Es ist davon auszugehen, dass strategische Entscheidungen zunehmend datenbasiert getroffen werden, ist sich auch Mike Horne, Prokurist von iS Software, sicher. „Entsprechend haben wir ein innovatives BI-Produkt in unsere WinEV-Systemwelt integriert, das diese Anforderungen erfüllt.“ Damit werden neben zahlreichen Analysen, Reportings und Dashboards auch die Key Performance Indicator (KPI) abgebildet. Die Transparenz der Daten und die Hoheit der Kunden über ihre Daten stünden bei der Entwicklung im Zentrum, so Horne. Mikrogeografische Daten könnten, so gewollt, integriert werden.

Verbindung unterschiedlicher Informationsquellen

Damit der Wandel zum Utility 4.0 proaktiv gelingt, sollten Informationen über den Status quo, die Perspektiven sowie über das geschäftliche Umfeld zusammengeführt und im Überblick behalten werden. Moderne Data-Analytics-Systeme verbinden unterschiedliche Informationsquellen und Datenbanken miteinander und stellen die Ergebnisse anschaulich dar.

Die Analysen werden in Echtzeit beziehungsweise zu den jeweils relevanten Terminen aktualisiert und sollten intuitiv zu bedienen sein. Dabei muss es gelingen, dass diese technischen Anwendungen nicht nur einem ausgewählten Kreis von Business-Intelligence (BI)-Experten und Data Scientists zur Verfügung stehen, sondern von allen Mitarbeitenden, unabhängig von deren Kompetenzniveau, effizient genutzt werden können, sodass jeder Fachbereich im Unternehmen davon profitiert.

Über einen direkten Datenbankzugriff zu bestimmten (festgelegten) Terminen – entweder direkt im Rechenzentrum der iS Software oder über VPN-Tunnel an externe Server oder auch Drittanbietersysteme angebunden – werden die Daten aktualisiert und sind damit immer Ad-hoc in den Dashboards auswertbar.

Als Partner der kleineren und mittleren Stadtwerke und Energieversorger setzt iS Software aus Regensburg diese Anforderungen aktuell in seinem BI-Produkt „WinEV BI“ um. Dieses basiert auf der weltweit eingesetzten Technologie von Qlik. Die Dashboards sind einfach bedienbar und liefern einen echten Mehrwert zur datenbasierten Wertschöpfung. Sie komplettieren das umfassende Portfolio des Unternehmens. „Wir verfolgen damit weiterhin klar unsere Strategie, auch kleinen und mittleren Versorgern den Zugang zu den neuesten Technologien zu ermöglichen“, ergänzt Horne. In einer Partnerschaft mit Cedio, die über jahrelange Expertise rund um Datenanalyse und neue Technologien im Analyseumfeld verfügt – unter anderen Qlik- View und Qlik Sense im Detail kennt – wird WinEV BI ausgearbeitet. Es wird Standard-Analysen und -Dashboards geben – aber auch völlig individuelle Aufgabenstellungen können damit abgebildet werden.

Kunden wirken an der Entwicklung direkt mit

Um schon von Anfang an die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden einzubeziehen, hat iS Software unter der Regie von Christian Schinkinger, der seine Masterarbeit zum Thema „Einführung von BI-Systemen in kleinen und mittelständischen Unternehmen“ verfasst hat, einen Expertenkreis aus rund zehn Kunden gebildet.

In diesem Kreis ergänzt das Team derzeit die Lösung um weitere aktuelle Anforderungen.
Es werden die Marktrollen Netzbetreiber, Messstellenbetreiber und Stromlieferant berücksichtigt. WinEV BI wird bereits ab Januar bei den ersten Kunden installiert. Diese stehen hochmotiviert bereit und sind nach ersten Gesprächen begeistert von der einfachen Bedienbarkeit der Analyse-Oberfläche, von den geplanten Themen und der Qualität der Darstellungen. Simone Schaller vom Elektrizitätswerk Wörth a. d. Donau Rupert Heider ist sehr neugierig: „Das neue BI-Produkt verspricht uns mittelgroßen Versorgern die einfache Nutzung komplexer Analysen und bringt uns einen weiteren Schritt in Richtung datengetriebene Unternehmenskultur.“

Die geplanten Standardtemplates im Netzumfeld beinhalten unter anderem Dashboards für Messstellenbetreiber, mit Auswertungen zum Zählerwesen und Informationen für den Smart-Meter-Rollout. Vorgesehen sind auch Dashboards zu den RLM-Kunden, zur Netznutzungsabrechnung und den Einspeisern. Im Energiedatenmanagement
runden anschauliche Grafiken zu den Zeitreihen mit 15-Minuten- Taktung das Analyseangebot ab. Für den Vertrieb hingegen wird es Dashboards zu den Abschlägen, zur Jahresabrechnung, zum Händlerwechsel und wiederum zu den RLM-Kunden geben, die eine Optimierung im Zusammenhang mit den oben genannten Prozessen ermöglichen.

Die Integration des Forderungsmanagements, Auswertungen zur Qualität der Stammdaten und Prognosen zur Wechselwahrscheinlichkeit aufgrund Kundensegmentierungen
sind weitere Einsatzgebiete. Auf der Roadmap für das kommende Jahr stehen Analysen im Finanzbereich und Cockpits für das Management. Schaller kann sich vorstellen, dass „nach der gelungenen Definition der Standards und einer ersten Pilotphase noch einige weitere
Anwendungsfelder beauftragt werden, wenn wir erst richtig Feuer für das Thema
gefangen und dessen Tragweite im praktischen Alltag erlebt haben.“