Was Business Intelligence für Energieversorger bedeutet

Die Kunst in die Zukunft zu blicken

Dezember 17, 2020 | Presse

 

Wie kann Datenanalyse in Echtzeit erfolgen und den Unternehmen tatsächlich bei Entscheidungen, im Vertrieb und in der Strategieentwicklung helfen? Der Schlüssel ist, aus Daten Informationen zu machen und daraus neues Wissen zu erlangen. 

Die Digitalisierung der Geschäftsprozesse ist schon weit vorangekommen. Dennoch fehlt in der Praxis häufig ein umfassender Blick auf die vielen im Unternehmen vorhandenen Daten. Oft sind diese weder so dargestellt noch derart ausgewertet, dass sie zur Strategieentwicklung genutzt werden könnten. Um also die Transformation hin zu einem datengetriebenen Unternehmen erfolgreich zu bewältigen, benötigen Energieversorger
innovative Data-Analytics-Lösungen. Ein Beispiel ist das Kundenmanagement. Zahlreiche Kundendaten liegen in den Energieversorgungsunternehmen digital vor, werden aber weder mit mikrogeografischen Merkmalen verknüpft (wie Gebäudearten, Kaufkraft, Typologien), noch systematisch zur Kundenentwicklung eingesetzt. Daniel Phillipp von Cedio betont: „Was fehlt, ist die Anreicherung der vorhandenen Daten mit relevanten weiteren – auch externen – wie Geodaten und soziodemografischen Daten.“ Die Ist- Zustände aus verschiedenen Unternehmensbereichen wie Abrechnung, Forderungsmanagement oder Vertrieb werden zwar (rückwärts) analysiert, aber häufig
nicht für die Zukunft prognostiziert. Phillipp: „Durch den Einsatz mathematischer
Algorithmen und Prognosen ist es möglich, auch einen Blick in die Zukunft zu werfen.“

Es ist davon auszugehen, dass strategische Entscheidungen zunehmend datenbasiert getroffen werden, ist sich auch Mike Horne, Prokurist von iS Software, sicher. „Entsprechend haben wir ein innovatives BI-Produkt in unsere WinEV-Systemwelt integriert, das diese Anforderungen erfüllt.“ Damit werden neben zahlreichen Analysen, Reportings und Dashboards auch die Key Performance Indicator (KPI) abgebildet. Die Transparenz der Daten und die Hoheit der Kunden über ihre Daten stünden bei der Entwicklung im Zentrum, so Horne. Mikrogeografische Daten könnten, so gewollt, integriert werden.

Verbindung unterschiedlicher Informationsquellen

Damit der Wandel zum Utility 4.0 proaktiv gelingt, sollten Informationen über den Status quo, die Perspektiven sowie über das geschäftliche Umfeld zusammengeführt und im Überblick behalten werden. Moderne Data-Analytics-Systeme verbinden unterschiedliche Informationsquellen und Datenbanken miteinander und stellen die Ergebnisse anschaulich dar.

Die Analysen werden in Echtzeit beziehungsweise zu den jeweils relevanten Terminen aktualisiert und sollten intuitiv zu bedienen sein. Dabei muss es gelingen, dass diese technischen Anwendungen nicht nur einem ausgewählten Kreis von Business-Intelligence (BI)-Experten und Data Scientists zur Verfügung stehen, sondern von allen Mitarbeitenden, unabhängig von deren Kompetenzniveau, effizient genutzt werden können, sodass jeder Fachbereich im Unternehmen davon profitiert.

Über einen direkten Datenbankzugriff zu bestimmten (festgelegten) Terminen – entweder direkt im Rechenzentrum der iS Software oder über VPN-Tunnel an externe Server oder auch Drittanbietersysteme angebunden – werden die Daten aktualisiert und sind damit immer Ad-hoc in den Dashboards auswertbar.

Als Partner der kleineren und mittleren Stadtwerke und Energieversorger setzt iS Software aus Regensburg diese Anforderungen aktuell in seinem BI-Produkt „WinEV BI“ um. Dieses basiert auf der weltweit eingesetzten Technologie von Qlik. Die Dashboards sind einfach bedienbar und liefern einen echten Mehrwert zur datenbasierten Wertschöpfung. Sie komplettieren das umfassende Portfolio des Unternehmens. „Wir verfolgen damit weiterhin klar unsere Strategie, auch kleinen und mittleren Versorgern den Zugang zu den neuesten Technologien zu ermöglichen“, ergänzt Horne. In einer Partnerschaft mit Cedio, die über jahrelange Expertise rund um Datenanalyse und neue Technologien im Analyseumfeld verfügt – unter anderen Qlik- View und Qlik Sense im Detail kennt – wird WinEV BI ausgearbeitet. Es wird Standard-Analysen und -Dashboards geben – aber auch völlig individuelle Aufgabenstellungen können damit abgebildet werden.

Kunden wirken an der Entwicklung direkt mit

Um schon von Anfang an die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden einzubeziehen, hat iS Software unter der Regie von Christian Schinkinger, der seine Masterarbeit zum Thema „Einführung von BI-Systemen in kleinen und mittelständischen Unternehmen“ verfasst hat, einen Expertenkreis aus rund zehn Kunden gebildet.

In diesem Kreis ergänzt das Team derzeit die Lösung um weitere aktuelle Anforderungen.
Es werden die Marktrollen Netzbetreiber, Messstellenbetreiber und Stromlieferant berücksichtigt. WinEV BI wird bereits ab Januar bei den ersten Kunden installiert. Diese stehen hochmotiviert bereit und sind nach ersten Gesprächen begeistert von der einfachen Bedienbarkeit der Analyse-Oberfläche, von den geplanten Themen und der Qualität der Darstellungen. Simone Schaller vom Elektrizitätswerk Wörth a. d. Donau Rupert Heider ist sehr neugierig: „Das neue BI-Produkt verspricht uns mittelgroßen Versorgern die einfache Nutzung komplexer Analysen und bringt uns einen weiteren Schritt in Richtung datengetriebene Unternehmenskultur.“

Die geplanten Standardtemplates im Netzumfeld beinhalten unter anderem Dashboards für Messstellenbetreiber, mit Auswertungen zum Zählerwesen und Informationen für den Smart-Meter-Rollout. Vorgesehen sind auch Dashboards zu den RLM-Kunden, zur Netznutzungsabrechnung und den Einspeisern. Im Energiedatenmanagement
runden anschauliche Grafiken zu den Zeitreihen mit 15-Minuten- Taktung das Analyseangebot ab. Für den Vertrieb hingegen wird es Dashboards zu den Abschlägen, zur Jahresabrechnung, zum Händlerwechsel und wiederum zu den RLM-Kunden geben, die eine Optimierung im Zusammenhang mit den oben genannten Prozessen ermöglichen.

Die Integration des Forderungsmanagements, Auswertungen zur Qualität der Stammdaten und Prognosen zur Wechselwahrscheinlichkeit aufgrund Kundensegmentierungen
sind weitere Einsatzgebiete. Auf der Roadmap für das kommende Jahr stehen Analysen im Finanzbereich und Cockpits für das Management. Schaller kann sich vorstellen, dass „nach der gelungenen Definition der Standards und einer ersten Pilotphase noch einige weitere
Anwendungsfelder beauftragt werden, wenn wir erst richtig Feuer für das Thema
gefangen und dessen Tragweite im praktischen Alltag erlebt haben.“

Share This

Share this post with your friends!